Neckarschleusen und Lerchenberg

Stadtrat Alfred Dagenbach

Während in Heilbronn der FDP-Bundesverkehrsminister Wissing sich für seine vagen Zusagen in Sachen Ausbau der Neckarschleusen hochgelobt sogar ins Goldene Buch der Stadt eintragen durfte, ist man auf Landesebene keinesfalls mit dessen auch von uns deutlich kritisierten Lippenbekenntnissen überhaupt nicht zufrieden.
So wurde auch die von uns beantragten Resolutionen in gleicher Sache und auch zur besseren Bahnanbindung unserer Stadt auf Empfehlung der Verwaltungsspitze mehrheitlich abgelehnt.
Löblich hingegen, daß die Verwaltung zu unserem Antrag zur Nutzung der Bottwarbahntrasse und des Lerchenbergtunnels als Rad- und Fußweg nun an diesem Donnerstag im Gemeinderat einen Vorprojektbeschluss herbeiführen möchte.
Nachdem entgegen manchen Befürchtungen der Tunnel mit einem guten Beleuchtungskonzept als sicher einzustufen ist und.der Lerchenbergtunnelverein bereits über 1.500 Unterschriften zur Umwandlung des Tunnels gesammelt hatte, haben wir neben der Trasse auch diesen besichtigt und waren von dessen gutem Erhaltungsgrad überrascht.
Deshalb haben wir uns entschlossen, das Anliegen des Vereins zu unterstützen, zumal dabei mit einer relativ geringen Belastung des Stadtsäckels gerechnet wird.

Bereits am 01.11.2020 hatten wir eine Anfrage zum Thema „Lerchenbergtunnel“ an die Verwaltungsspitze der Stadt gerichtet, nachdem wir sowohl die stillgelegte Bottwarbahntrasse als auch den Lerchenbergtunnel besichtigt hatten und haben schließlich am 15.02.2022 beantragt, daß die Stadtverwaltung dem Gemeinderat eine Drucksache zur Beschlußfassung über die Umsetzung eines Fuß- und Radwegekonzeptes für die ehemalige Trasse der Bottwarbahn von Sontheim einschließlich des Lerchenbergtunnels bis zum Pfühlpark vorlegt.

Darin wird darum gebeten, daß die Stadtverwaltung darin insbesondere zu den Fragen Stellung nimmt:

a) zu welchen Konditionen wurde wieviel der Strecke der ehemaligen Bottwarbahn von der Stadt erworben;
b) wie sind die Eigentumsverhältnisse der zur Umsetzung benötigten Fläche/n insgesamt und wie werden sie derzeit genutzt;
c) wie sind die Preisvorstellungen der Bahn für den Tunnel;
d) wie hoch schätzt die Stadtverwaltung
d1. die Kosten für die Umsetzung des von dem Verein angestrebten Projektes „Lerchenbergtunnel“;
d2. die Kosten für einen Rad- und Fußweg von und zum Tunnel;
d3. die Gesamtkosten;
e) wie der bauliche Zustand des Tunnels ist und welcher finanzielle Aufwand wäre zur Renovierung erforderlich;
f) welche Förderprojekte von Land und Bund es für derartige Projekte gibt und wie hoch der prozentuale Förderbeitrag wäre;
g) wie hoch die jährlichen Folgekostenwären, insbesondere für
g1. Beleuchtung
g2. Reinigung
g3. Sonstig;
h) welche Gespräche der Stadtverwaltung mit der Bahn es dazu mit welchem Ergebnis gab.

Begründet haben wir das damit, daß der Verein „Erlebnisweg Lerchenbergtunnel e.V.“ eigenen Angaben zufolge
bereits über 1.500 Unterschriften zur Umwandlung des 350 m langen Lerchenbergtunnels im Bereich der stillgelegten Bahntrasse zwischen Südbahnhof und Jägerhausstraße in eine Rad- und Fußwegstrecke gesammelt hat.
Meldungen der Presse zufolge soll die Bahn zum Verkauf des Tunnels bereit sein.
Weiteren Informationen zufolge soll sich die übrige Bahnstrecke bereits im Besitz der Stadt Heilbronn befinden.

Das Thema wird nun am kommenden Donnerstag, 6. Oktober 2022 im Gemeinderat behandelt.

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